Die Aufzucht, Haltung und Pflege des Airedale

Futterzeiten

Bürsten

Impfung

Stubenreinheit

Leinenführigkeit

Erste Umwelterfahrungen und spätere Aufgaben

Allgemeines zum Airdale Terrier

 

Die Aufzucht, Haltung und Pflege des Airedale

Die ersten zehn bis zwölf Wochen hatten wir die Verantwortung für Ihr Hundekind. Nun sind Sie an der Reihe, die weitere Aufzucht so gut wie möglich zu gestalten. Sicherlich ist dies nicht ganz einfach, aber wenn Sie die nachfolgenden Grundregeln beachten, dürfte es keine Problem geben.

Futterzeiten

Halten Sie bitte die regelmäßige Futterzeiten nach Futterplan ein. Es sollte nur soviel Futter angeboten werden, wie bei einer Mahlzeit mit Appetit gefressen wird. Der Futternapf sollte stets etwas erhöht gestellt werden, damit die noch weichen Gelenke der Pfoten entlastet werden. Nach jedem Fressen und nach jedem Schlafen sollte der Welpe ins Freie gebracht werden, denn dann ist stets ein Bächlein und oftmals auch ein kleines Häuflein fällig.

Bürsten

Regelmäßiges Bürsten der Decke und Kämmen der Behaarung an den Beinen und am Fang ist notwendig, damit die Haut gut durchblutet wird und damit das weiche Babyhaar nach und nach herausgearbeitet wird. Das endgültige, harte Haar sowohl an den Läufen wie auch auf der Decke wächst dann allmählich nach.

Impfung

Die erste Impfung hat der Welpe bei uns bekommen.
Bitte vergessen Sie jedoch nicht, nach vier bis sechs Wochen von Ihrem Tierarzt eine Nachimpfung durchführen zu lassen.

Stubenreinheit

Die Erziehung Ihres Welpen beginnt mit der Erziehung zur Stubenreinheit. Nach jedem Fressen und nach jedem Schlafen ist ein Bächlein fällig. Deshalb bringt man das Hundekind dann rechtzeitig schnell ins Freie an einen geschützten Platz und lobt es sehr, wenn es das erwartete Geschäftchen planmäßig erledigt. Passiert es dennoch einmal im Haus, dann reinigt man die Stelle am besten mit verdünntem Essigwasser, damit der Geruch gebunden wird und nicht zu Wiederholungstaten animiert. Häufchen passieren normalerweise nicht überraschend. Der Welpe sucht sich deutlich erkennbar einen geeigneten Platz und dreht sich ein paarmal um die eigene Achse, bevor er das Häuflein absetzt.

Leinenführigkeit

Am besten benutzt man eine Vorführleine, die ist weich, leicht und behindert den Welpen nicht. Man läßt ihn erst einmal kurze Zeit mit der Leine alleine laufen. Dann nimmt man das Ende in die Hand und läßt sich von dem Welpen führen. Erst ganz allmählich drehen wir den Spieß um und führen den Welpen dorthin, wo wir gern hingehen wollen. Die ersten Spaziergände sollten nicht länger als eine viertel bis eine halbe Stunde dauern. Mit zunehmendem Alter kann Ihr Hund auch lernen, am Rad zu laufen. Für die meisten Airedales ist dies eine große Freude.

Erste Umwelterfahrungen und spätere Aufgaben

In den ersten Monaten sollten Sie sich besonders viel und intensiv mit Ihrem Airedale beschäftigen. Er sollte möglichst viel kennenlernen. Z.B: das Autofahren, Lärmkulissen verschiedener Umgebungen, andere Menschen , Hunde usw.

Soll der Airdale ein reiner Familienhund sein, so sollte er von Anfang an alles, was die Familie unternimmt, mitmachen dürfen. Soll er später beispielsweise für die Schutzhundeprüfungen ausgebildet werden, so fängt man so früh wie möglich damit an, seine Nasenarbeit, seinen Beutetrieb und seinen Gehorsam zu wecken und zu fördern.

Mit einer gezielten Ausbildung sollte man jedoch nicht vor dem 10 bis 12 Monat beginnen. Der Airedale braucht eine ausreichend lange, unbeschwerte und fröhliche Kinderzeit

Allgemeines zum Airdale Terrier

Der Airedale Terrier - auch König der Terrier genannt - ist mit seiner Schulterhöhe von ca. 60 - 62 cm (Hündinnen etwas weniger) körperlich mit der größte und in seiner Gesamterscheinung der imponierendste Terrier in dieser großen Familiengruppe unterschiedlicher Arten.

Der Airedale Terrier gehört zu den Gebrauchshunderassen und war in früheren Jahren unter dem Beinamen “Kriegshund” bekannt. Hatte er sich doch im Boxer-Aufstand in China ( 1899 - 1900 ), im russisch-japanischen Krieg ( 1904 -1905 ) und im Ersten Weltkrieg ebenso als Melde- wie als Sanitätshund durch Mut, stete Bereitschaft, Zuverlässigkeit und Treue ausgezeichnet. Auch im Zweiten Weltkrieg wurde er eingesetzt und noch heute leistet er wertvolle Dienste bei Polizei, Grenzschutz und Zoll.

Die Rasse entstand um die Mitte des 19. Jahrhunderts in der Grafschaft Yorkshire, in Mittelengland. Hier wurde der Airedale Terrier zunächst als Jagdhund, hauptsächlich für die Wasserjagd, aber auch als Apportierhund eingesetzt.
Der Airedale Terrier zeichnet sich durch Unerschrockenheit, Mut und Wachsamkeit aus. Er ist kinderfreundlich, meist friedfertig mit anderen Hunden, sehr anhänglich und trotz seiner Größe ein vorzüglicher Haushund. Obwohl kräftig gebaut und temperamentvoll im Wesen, ist der Airedale charakterlich ausgeglichen und sein Naturell macht ihn zu einem echten Beschützer seines Besitzers.
Er hat doppeltes Haarkleid und seine Fellfarben sind schwarz-lohbraun. Das Haar wird regelmäßig getrimmt.